Die Presbyterial-synodale Ordnung ist die Umsetzung eines Subsidiaritätsprinzips auf kirchliche Strukturen.
Es handelt sich dabei um die Form einer Kirchenordnung, bei der die Kirche auf mehreren Ebenen durch Gremien von Ältesten und Pastoren geleitet wird. Die presbyterial-synodale Kirchenverfassungen sind insbesondere in reformierten und unierten Kirchen gebräuchlich. Strukturell ist dieses Ordnungsprinzip von dem eher hierarchischen Episkopalismus (Leitung durch Bischöfe) und dem Kongregationalismus, bei dem die Gemeinden völlig selbständig sind, zu unterscheiden.
geschichtlicher Hintergrund
Historisch haben sich presbyterial-synodale Kirchenordnung insbesondere in hugenottischen Kirchen ab 1559 entwickelt. Deutsche Kirchen, die heute eine presbyterial-synodale Ordnung haben, berufen sich in der Regel auf die Beschlüsse des Weseler Konvents (1568) und deren Konkretisierung durch die Synode von Emden (1571). Die grundsätzlichen Beschlüsse der Ender Synode bilden heute noch in wesentlichen Zügen die Grundordnung der Evangelisch-reformierten Kirche nach § 4 der kirchenverfassung.